WIR IM ANNENVIERTEL

Mit „Wir im Annenviertel“ präsentieren wir Menschen, denen wir hier begegnen und fragen sie, was sie mit dem Annenviertel verbindet. Den Anfang macht Simone Reis. Sie ist eine der sogenannten „Annenviertlerinnen“ und betreut das Projekt von Seiten der Stadt Graz:

 

Was hast Du mit dem Annenviertel zu tun?

Ich arbeite bei der Stadt Graz in der Stadtbaudirektion, die für die Koordination der Neugestaltung der Annenstraße zuständig ist. Über das Projekt „Stadtteilmanagement Annenviertel“ bin ich für Öffentlichkeitsarbeit zur Baustelle in der Annenstraße und Begleitprojekte verantwortlich.

Seit wann arbeitest/wohnst Du im Annenviertel?

Seit 2009 bin ich im Annenviertel beruflich tätig.

 

Was gefällt Dir besonders gut im Annenviertel?

Die unterschiedlichen Personengruppen, die hier aufeinander treffen. Ob jung oder alt, unterschiedlicher Herkunft, kreative und traditionelle Geister u.v.m. Hier gibt es kaum etwas, das es nicht gibt.

 

Was wünschst Du Dir persönlich im Annenviertel?

Ich wünsche dem Annenviertel, dass sich das Image verbessert. Der Stadtteil ist besser als sein Ruf und der Großteil der Bewohner/innen lebt sehr gerne hier. Das zu vermitteln, ist eine Herausforderung und dient letztlich allen, die hier leben und arbeiten.

 

Nenne bitte einen Menschen im Annenviertel, der Dir besonders am Herzen liegt und warum.

Ein besonders lieber Weggefährde ist Kurt Otter, der Optiker in der Annenstraße und gleichzeitig Obmann des Vereins der Geschäftstreibenden. Mit ihm kann man offen über Projekte sprechen, hier entstehen viele gute neue Ideen. Ebenso langjähriger Projektpartner ist das Team vom < rotor >, die nicht nur den Begriff „Annenviertel“ geprägt, sondern hier auch die ersten waren, die Projekte im Stadtteil durchgeführt haben.

(Redaktionelle Anmerkung: < rotor > ist ein Verein für zeitgenössische Kunst mit Sitz in der Grazer Volksgartenstraße)

 

Wie siehst Du Dich selbst in 10 Jahren im Annenviertel? Wirst Du noch hier sein?

In 10 Jahren werde ich vermutlich nicht mehr primär im Annenviertel Projekt arbeiten, aber ich hoffe, dass dies bis dorthin auch nicht mehr notwendig ist und die Menschen im Viertel wieder stolz sind auf ihr Lebensumfeld, für das sie sich engagieren.

 

In welcher Form leisten Sie einen Beitrag zum gemeinschaftlichen Zusammenleben im Annenviertel?

Über Projektideen, die wir über das Annenviertel Projekt teils selbst durchführen, wie den Annenviertel Flohmarkt, teils als Unterstützung für andere bewerben, versuchen wir, Initiativen für das Zusammenleben zu fördern.

 

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn die Baustelle Annenstraße fertiggestellt ist?

Am meisten freue ich mich auf die neugestalteten Plätze und den Raum für die Fußgänger/innen in der Straße. Bisher war das Zufußgehen als auch das Ein- und Aussteigen aus der Straßenbahn in der Annenstraße nicht sehr bequem. Diese Verbesserungen werden sicherlich deutlich spürbar sein.

 

Was ist ihre NÄCHSTE Station im Annenviertel?

Meine nächste Station ist ein Treffen mit dem Kunstverein rotor, wo wir uns über laufende und künftige Projekte austauschen. Dieses Netzwerktreffen machen wir regelmäßig, um am Laufenden zu bleiben bzw. um uns abzustimmen.


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  1. Hallo! Ich möchte mal danke sagen oder gratulieren – weil es nun so schön ist, über den Südtirolerplatz zu gehen. Einst ein belebter Ort, dann wohl längere Zeit ein Unort – Baustelle, Leerstände, ein eher grindiger Eindruck – schnell drüber hinweg in die Bibliothek und retour – einfach eine unangenehme Atmosphäre war da.
    Und nun – und das habt Ihr so gut gemacht – ein Platz als ein anderer Raum, der zum Verweilen einlädt – zum Schauen – was da so wächst und gedeiht in den Gärtlein drinnen, es gibt auch zu riechen, es gibt zu staunen und sogar zu lernen, die Namen der Pflanzen da.
    Und so bewege ich mich nun anders darin – langsamer und fröhlicher. Also nochmal allen, die das gemacht haben: DANKE!
    Erika Lackner

    Erika Lackner / Antworten

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