Trauerzug & Verabschiedung Niesenberger Gemeinschaftsgarten

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Liebe Annenviertlerinnen & Annenviertler,

 
Wir bitten um euer geschätztes Erscheinen in schlichtem Schwarz, mit Laternen und Taschenlampen.
Wir bitten auch darum, möglichst viele Menschen zu diesem Trauerzug und der anschließenden Verabschiedung einzuladen.
In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass
unser geliebter Garten, Freund, Lebens-
begleiter, Buntmacher, Luftverbesserer,
Lebensraum, Nahrungsmittelspender, der
NIESENBERGER GEMEINSCHAFTSGARTEN
für immer von uns gehen muss.
Mit einem Trauerzug durch die Grazer Innenstadt verabschieden wir uns
am Samstag, 9. Dezember 2017
Treffpunkt: 16.30 Uhr Freiheitsplatz Graz
Die Trauergemeinschaft startet um 17 Uhr Richtung Niesenbergergasse, wo es eine Verabschiedung geben wird. Wir bitten um ein Erscheinen in schlichtem Schwarz, mit Laternen und Taschenlampen. Den Trauermarsch spielt Masala Brass.
In Liebe, die zahlreichen Stadtgärtnerinnen & Stadtgärtner, Grazerinnen & Grazer.
Wir trauern hier auch in Vertretung aller Grünflächen in dichtverbautem Gebiet und um jeden der wunderschönen alten Bäume, welche Prestigebauten zu Opfer gefallen sind.
WIE HAT SICH DAS EIGENTLICH ENTWICKELT?

ALLES EINE FRAGE DER BEMESSUNG!
Es war eigentlich schon bei Entstehung, der Anlegung des Gartens klar, dass dies nur eine temporäre Nutzung sein wird, da das Grundstück im Besitz einer Immobilienfirma ist. Nachdem sich der Garten durch die liebevolle Pflege der Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtner nicht nur in ein wahres Paradies verwandelt hat, in dem sich auch eher seltene Tiere wie zb. die Holzbiene, unzählige Vögel, Igel, etc ansiedelten und der Garten sich mit der Zeit auch in einen sozialen Treffpunkt für unterschiedlichste Menschen verschiedener Kulturen entwickelte, Pflanz- und Samenworkshops, etc. abgehalten wurden und sich im Rahmen der Bauverhandlungen herausstellte das die Bebauungsdichte ohnehin schon überschritten wurde, noch dazu der Bezirk Gries überhaupt kaum Grünflächen aufzuweisen hat, war die Hoffnung der Gärtnerinnen und Gärtner sehr groß, doch eine Bebauung irgendwie verhindern zu können und möglicherweise den Garten durch Unterstützung der StadtGraz behalten zu dürfen. Trotz zahlreicher Einsprüche, auch rechtlich fundiert seitens der Bevölkerung, unzähliger gesammelter Unterschriften und vielen Gesprächen mit MeinungsträgerInnen wird das Bauprojekt nun durchgezogen.
Leider ist das kein Einzelfall sondern zeigt Profit geht vor grün und Gesundheit, deshalb verabschieden wir uns gebührlich, denn in Zukunft möchten wir, dass Projekte und Orte wie diese eine andere Gewichtung bekommen. Eine solche Naturoase übersteigt definitiv den Wert eines Neubaus mit ein paar  Wohneinheiten.

Alles eine Frage der Bemessung !

Diese Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/276164169574669/


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